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Sponsorenlauf 10.09.2022

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Liebe Eltern und Kinder! 

 

Zu zweit unterrichten wir Lebenskunde an der Hauptmann-von-Köpenick-Grundschule. 

Wie Religion auch ist Lebenskunde ein freiwilliges Unterrichtsfach ohne Zensuren, zu dem Sie Ihr Kind anmelden können. Diese Anmeldung ist dann mindestens für ein Schuljahr verbindlich. Lebenskunde wie Religion sind im Stundenplan verortet. Kinder, die sich nicht für eines dieser Weltanschauungsfächer angemeldet haben, werden in dieser Zeit vom Hort betreut. 

Zentrales Ziel des humanistischen Lebenskundeunterrichts ist es, dazu beizutragen, dass Ihre Kinder die lebenswichtige Fähigkeit erhalten, selbstbestimmt in sozialer Verantwortung und Verantwortung für die Natur zu leben und zu handeln. Man könnte auch sagen: Dass sie Ich-Stärke und Wir-Stärke entwickeln. Es gibt nichts Wichtigeres, was wir unseren Kindern für ein gelingendes Leben mitgeben können, als dass sie stark für sich und stark für andere sind. Diese beiden Komponenten stehen oft in einem Spannungsverhältnis, das zu reflektieren, zu ertragen und zu leben dazu gehört. 

Zur Selbstbestimmung und Ich-Stärke: Sie ist für uns in der Entwicklung die Basis. Um es mit einem Zitat von Pema Chödrön zu sagen: „Nur wenn wir bereit sind, voll und ganz zu uns zu stehen und uns niemals aufzugeben, sind wir in der Lage, auch anderen beizustehen und sie niemals aufzugeben“ (Chödrön, Pema: Beginne, wo du bist. Bielefeld 2003, 10). In diesem Sinne ist es uns ein großes Anliegen, dass die Kinder immer wieder darüber nachdenken, wer sie sind und was sie wollen, und dass sie „Tricks“ (Methoden) lernen, um in bedrängenden Situationen innere Ruhe und Stärke zu bewahren. So lernen sie „zu einem Ort der inneren Ruhe“ zu gehen und mit „positiven Visualisierungen“ sich zu helfen, sie lernen in Rollenspielen, wie sie selbstbewusst auftreten können, ohne überheblich zu sein, oder anzugreifen. 

Zur Verantwortung für andere und Wir-Stärke: Zentral dazu gehört für uns die Fähigkeit zum Perspektivwechsel. Ohne zu wissen oder zumindest zu ahnen, was der oder die Andere möchte und fühlt, können wir nicht den Anderen gerecht werden und moralisch handeln. Nicht alle mögen Spaghetti, nicht alle mögen einen Schulterschlag zur Begrüßung, nicht alle mögen nach ihrer Herkunft gefragt werden, nicht alle mögen in einer Wohnung leben. Wir thematisieren diesen Perspektivwechsel, bedenken ihn in vielen Geschichten (Wie fühlte sich zum Beispiel Rumpelstilzchen?) und üben ihn im Spiel. 

Beides – Ich-Stärke und Wir-Stärke – zusammenzuführen, die Spannung zu ertragen, zu reflektieren und schlussendlich zu handeln, dazu gehört wozu Immanuel Kant zu Beginn der Aufklärung aufforderte: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“. Also: Selber zu denken. Dass dieses Selbstdenken nichts Einfaches ist, keine bloße „Fingerübung“ zeigt der Begriff „Mut“. Mut hat immer mit der Überwindung von Angst zu tun. 

So üben wir Selbstdenken – unsere Themen

Dieses Selberdenken üben wir nicht im luftleeren Raum, sondern mit vielen Themen, Büchern, Methoden und Gesprächen. Eine kleine Auswahl der Themen als Fragen formuliert: 

Was ist „gutes Streiten“? Warum soll denn Zocken schädlich sein? Was macht mir Angst? Was gibt mir Kraft? Können Blumen glücklich sein? Und Steine? Ist es Aberglaube, sich bei einer Sternschuppe etwas zu wünschen? Wer feiert was an Weihnachten? An was glaube ich? An was glauben andere? Warum ist es überhaupt wichtig, sich selbst zu kennen? Was ist Zivilcourage? Was ist Rassismus? Wann und wie werden Menschen diskriminiert? Warum zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen – die nächste Eiszeit kommt bestimmt? Rettet es was, wenn meine Familie auf Plastiktüten verzichtet? Was sind für mich Wunder? Welche Grenzen hat Toleranz? 

Das klingt kopflastig – ist es aber ganz bestimmt nicht aufgrund unserer verschiedenen Methoden – auch jenen Methoden, die die Kinder „Spielen“ nennen. Denn wir lernen auch beim Spielen. 

Wir freuen uns schon, Ihre Kinder bei uns im Unterricht zu begrüßen und mit ihnen nachzudenken, zu sprechen, Geschichten zu hören, zu malen und spielen zu können. 

Es sind alle Kinder willkommen, denn alle können mitdenken und erfahren, dass es auf sie ankommt, jetzt und in Zukunft. 

Julia Grass 

Weitere Informationen zum Humanistischen Lebenskundeunterricht: 

  • • https://humanistisch.de/lebenskunde-bb 
  • • https://moodle.lebenskunde.de/pluginfile.php/910/mod_resource/content/1/Brosch%C3%BCre%202014%20%283%29.pdf 

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